Unsere Prüfverfahren
Spektralanalyse
Bei der Spektralanalyse wird die chemische Zusammensetzung des Eisens überprüft. Da Qualität bereits bei den Rohstoffen beginnt, führen wir bei jeder Lieferung von Roheisen und Stanzblechen eine Wareneingangskontrolle durch. Nur wenn die Analysewerte unseren Spezifikationen entsprechen, wird das Material akzeptiert.
Zusätzlich entnehmen wir vom flüssigen Basiseisen eine Probe, um eine chemische Analyse durchzuführen. Befinden sich einzelne Werte außerhalb der Toleranz, kann gezielt nachjustiert werden, bevor das Eisen mit Vorlegierungen und Impfmitteln behandelt wird. Nach der Behandlung wird eine weitere Probe gegossen und analysiert – die ermittelten Werte fließen in das Abnahmeprüfzeugnis 3.1 ein.
Zugversuch
Die Zugversuche dienen der Ermittlung der mechanischen Festigkeitswerte. Der Kunde gibt bei der Bestellung den gewünschten Werkstoff sowie die erforderlichen Festigkeitskennwerte an. Von jeder Charge des flüssigen Eisens wird eine Probe entnommen, intern bearbeitet (CNC) und anschließend im Prüflabor getestet. An den genormten Probestäben werden Zugfestigkeit, Dehngrenze und Bruchdehnung bestimmt.
Brinell-Härteprüfung
Die Härteprüfung erfolgt nach dem Brinell-Verfahren. Dabei werden die vorgeschriebenen Härtewerte gemäß Norm am Probestab oder – je nach Anforderung – direkt am Gussteil überprüft. So stellen wir sicher, dass alle Komponenten die geforderten Härtetoleranzen erfüllen.
Maßkontrollen
Mit unserem modernen GOM-3D-Scanner können selbst komplexe Gussteile hochpräzise vermessen werden. Durch die Projektion verschiedener Streifenmuster auf das Bauteil und die anschließende digitale Erfassung entsteht ein exaktes 3D-CAD-Modell. Auf dieser Basis führen wir Maßprüfungen, Flächenvergleiche und Formanalysen mit höchster Genauigkeit durch.
Mikrostrukturanalyse und Schliffbilder
Zur Beurteilung der inneren Materialstruktur wird ein Schliffbild erstellt. Dabei wird eine Probe aus dem Gussteil entnommen, eingebettet, geschliffen und poliert. Unter dem Mikroskop werden Größe, Form und Verteilung des Graphits analysiert. Nach dem anschließenden Ätzen der Oberfläche lässt sich das Grundgefüge sichtbar machen – so können Rückschlüsse auf die Materialeigenschaften und Gefügebildung gezogen werden.
Kerbschlagbiegeversuch
Für bestimmte Werkstoffe, wie etwa GJS-400-18LT, werden zusätzliche Kerbschlagbiegeversuche durchgeführt. Hierfür fertigen wir intern Charpy-Proben an, die in einem externen Prüflabor bei unterschiedlichen Temperaturen auf ihre Kerbschlagzähigkeit geprüft werden.

Ultraschallprüfung
Die Ultraschallprüfung ist ein akustisches Prüfverfahren zum Auffinden von inneren und äußeren Materialfehlern. Dabei wird Ultraschall mit einer Frequenz von 0,02 bis 50 MHz in das zu prüfende Bauteil eingeleitet und von Fehlstellen im Material (Risse, Bindefehler, Hohlräume, Lunker etc.) an den Prüfkopf zurück reflektiert. Die Größe und Lage von Fehlstellen kann dadurch exakt bestimmt werden.
